Unter den Zweien oder Dreien, welche zurück blieben, befand sich auch Alexander. An ihn hielt sich nun Porgenau vorzüglich und fragte den düster vor sich Hinstarrenden —: „Nun, liebster Graf — es freut mich, Sie bei mir behalten zu haben. — Was sagen Sie zu der Aufführung der übrigen Herrn? — Abscheulich, nicht wahr? — Allein ich will mir’s auch merken. Künftig sollen meine Bonmots nur Ihnen, lieber Freund, und diesen zwei, drei Herrn hier mitgetheilt werden. Und zum Beweis wollen wir gleich jetzt den Anfang machen....“ Er gab seiner Frau einen Wink; sie fing wieder an zu wiehern...

„Was meinen Sie,“ sagte er — „— ich werde Ihren Scharfsinn, lieber A—x, ein wenig auf die Probe stellen... Sie werden ohne Zweifel glänzend bestehen. Also sagen Sie mir gefälligst, welcher Nuß haben die Alten göttliche Ehren erwiesen? — hahahaha! hahaha! — —“ Er hielt ein wenig inne und gab seiner Frau ein Zeichen, worauf auch sie schwieg.

Es erfolgte jedoch keine Antwort.

„Nicht wahr?“ begann Porgenau nach einer Pause — „nicht wahr? — hahahaha...“

Jetzt platzte auch seine Dame wieder aus...

„Nicht wahr — das ist ein göttliches Wortspiel! — hahaha! — O — ich habe hundert ähnliche alle Tage erfunden — hahaha! hahaha! — Bei mir kommen die Wortspiele, Bonmots und geistreichen Einfälle wie im Sommer die Frösche — hahaha, auch wieder ein guter Vergleich! — — Also noch einmal, bester Graf: Welches war die Nuß, der die Alten — —“

In diesem Augenblicke sprang Alexander plötzlich auf und eilte davon — im Nu war er vor den Augen des großen Witzboldes verschwunden, welcher, nachdem er sich von der ersten Ueberraschung erholt hatte, ausrief: „Ach — Sie entwischen, lieber Graf? Das ist ein alter Kniff. Sie schämen sich, das Räthsel nicht auflösen zu können — — hahaha! hahaha! — —“ Und zu den drei Letzten des Platzes, die seit einiger Zeit sich unter dem Einflusse seiner Unterhaltung einem köstlichen Schlummer ergeben hatten, rief er: „Nun — ich will Sie nicht länger warten lassen, meine Herrn — — Jene Nuß, der die Alten göttliche Ehre erwiesen, war — — hahahahahahahahahaha u. s. w. es war: Venus!

Hahahahahahaha — — — — u. s. w.“

(Das Schlußgewieher der Ehehälfte läßt sich typographisch nicht darstellen; es fehlen im Setzkasten die Zeichen dafür.)

Jetzt erst bemerkte Porgenau den Zustand der Drei. „O!“ sprach er: „meine Freunde, Sie stellen sich, als ob Sie schliefen!... Hahaha! — Wieder ein neuer Kniff! Doch auch er ist mir bekannt: Sie fürchten, daß ich Ihnen einen neuen Calembour aufgeben würde — den Sie nicht lösen könnten... Fürchten Sie nichts, fürchten Sie nichts! Ich weiß, was ich echten Freunden schuldig bin... wiewohl Schuldner ein schlechtes Gedächtniß haben.... hahaha! hahaha! Wieder ein Witz! hahaha! wieder ein Witz!“