Trotzdem, daß Cölestine im Ganzen auch die Mitwerbung der Uebrigen nicht ohne geheimes Vergnügen sehen mochte — trotzdem, sagen wir, daß sie, Gott weiß durch welche magische oder vielleicht auch ganz natürliche und positive Mittel, jenen dichtgeschlossenen Verehrer-Kreis (worunter es Einige von der glühendsten, ja von der wüthendsten Sorte gab) beständig um sich erhielt: hatte doch entschiedenermaßen Graf Alexander seit ziemlich lange her ihr Herz erworben, und endlich ward ihm ihre Hand in feierlicher Form zugesagt.
In der Zeit, mit welcher dieser Roman beginnt, gingen in allen Kreisen der haute crême Anzeigen folgenden Inhaltes herum:
„Wir beehren uns, Ihnen anzuzeigen, daß am 15ten dieses Monats unsere Tochter, Fräulein Cölestine von Randow, mit dem Herrn Grafen Alexander von A—x, K. K. etc. etc. vermählt werden wird. Wir werden nicht ermangeln, Ihnen das Weitere demnächst bekannt zu geben und um die Auszeichnung Ihrer Gegenwart zu bitten.
Wien am 9ten Mai 1842.
Eugenie von Randow,
geborne Ernini von Kronau.
Friedrich von Randow,
K. K. General-M.“
So war denn also über Cölestinens und Alexanders von A—x Verhältniß kein Zweifel mehr — man hatte die handgreiflichste Gewißheit.
Als diese zu den früher so hoffnungsreichen, aber jetzt so jämmerlich durchgefallenen Amateurs und Adorateurs Cölestinens gelangte — da schäumten Einige von ihnen vor Wuth, Andere sannen still auf Rache — noch Andere verzweifelten — und endlich Einige, (das waren die Wenigsten, weil die Vernünftigsten), lachten über dieses Ende vom Liede — gingen nach Hause, wuschen ihre Erinnerungen mit Rosenwasser ab — und traten als vollkommene Gentlemen wieder auf die Straße; denn es ist der Grundzug des wahren Mannes von Welt
nil admirari,