Althing hatte einen Tisch gewählt, von wo man sehr bequem auf den Kohlmarkt hinaussehen konnte — und der Jüngling nahm neben seinem Mentor Platz.
„In der That,“ sagte er, „ich bin äußerst neugierig, den Grund, der Dich hieher führte, zu erfahren, mein Alter....“
Zornig schnob ihn der Dicke an: „Ein für alle Mal, ich bin dieses Wort nun satt — und werde es in Zukunft als eine Beleidigung ansehen, die gerächt werden muß, Alter und immer Alter! — — Donnerwetter! Ihr macht es ja so, als gäbe es keinen Aelteren mehr in der Welt, als ich. Was soll das heißen?... Bin ich Euer Freund, oder foppt Ihr mich bloß!?“
„Ihr — Ihr? — sprichst Du zu mir per Ihr! —“
„Nun ja — Du und die Andern; Du verstehst mich schon. — Noch ein Mal, Edmund, wenn es in Zukunft zwischen uns nicht schrecklich hergehen soll — so sprich jenes verdammte Wort nicht mehr aus.... namentlich vor so vielen Leuten....“
In diesem Augenblick ging draußen ein junges und sehr schönes Mädchen — ein Ladenmädchen, Putzmacherin, Blumenmädchen oder dergl., kurz eine Grisette — vorbei und Althing fuhr mit einem Ruck, als habe ihn Jemand gestochen, in die Höhe: „Alle T—l!“ rief er: „Was seh’ ich? — Um diese Stunde schon? — Sie sagte mir, sie würde erst um ein Uhr.... Sapperment, dahinter muß etwas stecken.“ Und er bemühte sich, hinter dem Tische, der ihn und seinen Bauch einzwängte, rasch vor zu kommen.... Das gelang jedoch nicht so leicht — und unser Ritter, der sich mit den Sporren an den Wandtapeten verfangen, riß, während er davon stürmte, ein Stück davon mit sich....
Augenblicklich liefen ein Paar Marqueure herbei und stellten sich ihm in den Weg:
„Entschuldigen — Euer Gnaden!... — Verzeihen — Euer Gnaden.... aber....“