„Mein Herr, ich erlaube mir die Bemerkung, daß, bevor man zu wichtigeren Geschäften geht, man so unwichtige, wie eine Kaffeehausschuld, abmacht...“

„Aber — — bin ich denn allein da? Wo ist denn mein Freund, Herr von Randow? — War dieser denn Euch nicht Bürge genug? —“

„Allerdings; allein der Herr von Randow hatten ja eben die ganze Szene mit angesehen — und da Dieselben sich dessenungeachtet nicht in’s Mittel legten....“

Bei diesen Worten drehte der mißhandelte Liebesheld sich um, um nach seinem Freunde Edmund zu sehen. Dieser saß zwei Schritte davon und hielt sich vor Heiterkeit kaum mehr auf dem Sitze. In der That, die eben vorgefallene Szene hatte ihm ein Vergnügen gemacht, in welchem er sich um großer Schätze willen nicht hätte mögen stören lassen; von ihm war also eine Unterbrechung desselben und somit der Szene nicht zu erwarten.

Althing warf ihm einen indignirten Blick zu und sprach, bitter lächelnd: „— — O, das hat man für seine Freundschaft, für seine Lehren! — Gewöhnlich erzieht man sich an seinen Schülern — Schlangen und Nattern. — Doch schon gut! Ich werde diesen Vorfall nicht vergessen — und auch wie ritterlich man sich dabei gegen mich benommen....“

„Aber, mein Gott,“ entgegnete Edmund kichernd: — „Was sollte ich thun? — Du schlugst ja so wüthend umher, daß man nicht in Deine Nähe treten und Dir ein Wort zuflüstern konnte. ... Und überdies....“

„Schon gut! schon gut! Keine Entschuldigung, mein Herr!“ sagte unser Dicker in jenem kalten Tone, womit man einen Menschen seine Gleichgültigkeit fühlen läßt: „Marqueur! — Was macht der ganze dumme Spaß....“

„Nicht mehr als zehn bis zwölf Gulden,“ antwortete der Oberaufwärter.

„Was heißt das: Bis —“