Fürwahr, diese zwei Menschen genossen eines Liebesglücks, wie es nicht mehr begehrenswerther kann gefunden werden. — —
Zehntes Kapitel.
Ernste und heitere Zwischenszenen.
Allein wir haben eine sehr ehrenhafte Person dieser Geschichte gänzlich aus den Augen verloren und beeilen uns daher, sie wieder aufzusuchen, um uns auch nach ihrem Schicksale zu erkundigen und dies um so mehr, als dasselbe in letzterer Zeit sehr traurig sich zu gestalten anfing. Was kann es auch Lustiges um eine Erkältung oder gar um eine polizeiliche Vorladung sein; und beide diese Schläge trafen doch, wie wir wissen, zu gleicher Zeit das Haupt Althings, unseres Bruders Althing, des großen Herzenstyrannen und Weiberbesiegers Althing! — O wie seufzte er unter diesen Schlägen auf, der Arme. Fürwahr, so hat noch Niemand geseufzt! Man hörte ihn bis in’s dritte Nachbarhaus hinüber.
Mit der Erkältung war es noch so ziemlich gegangen; einige Gläser Essenz, (ein Artikel, welchen Althing zu Hause in allen Sorten und zu allen möglichen Zwecken: Aufregungen und Dämpfungen besaß) hatten auf seinen dicken Leib die wohlthätigste Wirkung geäußert;... allein die Polizei, die Polizei! Diese war dem Armen viel gewaltiger in den Leib gefahren, als die Kälte.
Die Sache war, daß unser Dicker mit ihr zum ersten Male in Berührung kam; und Jedermann weiß doch, wie ängstliche Menschen ein Uebel, welches sie noch nicht kennen, für weit furchtbarer halten, als es wirklich ist. Althing dachte schon, man würde ihm auf dem Polizeibureau die eiserne Jungfrau zu küssen geben, und ein so großer Freund der Jungfrauen er im Ganzen auch war — vor dieser hatte er doch sehr großen Respekt. —
Wie glücklich war er daher, als nach angestelltem Verhör ihm bedeutet wurde, er sei verurtheilt, 10 Gulden zu bezahlen und einen Verweis zu bekommen.