„Das Ganze! Hahahaha!“ lachte der alte Ritter mit.
„Ein Mißverständniß also? Beim Himmel! das müssen Sie mir verzeihen, theuerster Althing!“
„Nun, nun es ist längst verziehen, verlassen Sie sich d’rauf. Uebrigens — da wir uns in dem anstrengenden Diskours beinahe die Kehlen ausgedörrt haben, so dürfte, wie mich dünkt, eine Flasche Tokaier oder so etwas dergleichen kein unebenes Anfeuchtungs- und Restaurationsmittel sein. Daher: Marqueur! Holla! — Johann! Oder wie der Bursche sonst heißt.“
„Befehlen Euer Gnaden? Schaffen Euer Gnaden! Womit können wir aufwarten?“
Mit diesen Worten und tiefen Katzenbuckeln waren zwei bis drei Aufwärter herbeigesprungen, so flink, so behend, so lustig, daß ein norddeutscher Kellner sich nicht einmal eine blasse Idee davon zu machen im Stande ist.
„Wie steht es mit Eurem Keller?“ nahm Althing das Wort: „Habt Ihr guten Tokaier? Was?“
„Aufzuwarten, Euer Gnaden. Er ist aus dem Keller Sr. Durchlaucht des Fürsten — —“
„Ach, wenn das ist, dann behaltet denselben für Euch; der Tokaier, welcher unter diesem Namen passirt, ist häufig der schlechteste. Es geht damit, wie mit den schlechten Büchern, die ein Verleger dadurch an den Mann zu bringen sucht, daß er zu denselben Vorreden von berühmten Literaten schreiben läßt. Also mit dem Tokaier ist es nichts; dafür bringst Du uns Champagner und zwar non mousseux. — —“
„Zu dienen, Euer Gnaden! Im Augenblick, Euer Gnaden!“