»Warum machst du so ein trübseliges Gesicht?« fragte Mayer und auf ein Bild zeigend, das über dem Sofa hing: »Wer ist der lächelnde Patron?«

»Mein seliger Onkel,« sagte Muck, »Gott, gieb ihm a Ruh'!«

Er selbst hatte das nötiger. Zum letztenmal hatte er sich aufgerafft zur Freude. Er war zu Ende mit seinen Kräften. Das Gut wuchs ihm schon zum Halse heraus. Und doch als ihn Mayer wieder beschwor:

»Verkauf's! Schau, daß du's los wirst!« fuhr er wild auf, als ginge es ihm ans Leben. Er konnte das Wort nicht hören, es machte ihn rabiat.

»Das werdet Ihr nicht erleben!« brach er los. »Mein Gut geb' ich nicht her! Schneidet es aus der Erde heraus, wenn Ihr könnt!«

»Aber ich will ja nur dein Gutes, Kreuzdonnerwetter!« schrie Mayer, »dein Onkel ist zu Grund gegangen, und du wirst zu Grunde gehen wie noch viele andere nach dir, denn auf einem Gut müssen erst so und soviele zu Grunde gehen, wenn es Segen bringen soll!«

»Du wirst zu Grunde gehen! Du wirst zu Grunde gehen!« ahmte ihn Muck wütend nach. Umsonst versicherte ihm Mayer:

»Aber ich will dich ja nicht beleidigen!«

»Was hab' ich gethan, daß du mich nicht beleidigen willst?« rief Muck schmerzlich und zu guter letzt wurde er noch grob. Aber Mayer sagte nichts.

»Was sagst du?« rief Muck. Mayer hatte, wie gesagt, nichts gesagt, Muck aber schrie: »Was? ich bin ein Dummkopf? Das ist eine Infamie! Das brauchst du mir doch nicht zu sagen!«