Und er war dabei.
Es war Winter. Über die Felder strich der Wind. Die Bäume waren die reinen Skelette. Krähen saßen auf den Telegraphendrähten, und diese glänzten in der Sonne wie Stricke aus Brillanten. Hie und da guckte aus dem Schnee ein Stück nackte Erde hervor, es sah aus, als trüge sie zerrissene Kleider.
Im Haus war die Versteigerung. Es prasselte im Kachelofen, doch war die Stube nicht zu durchheizen. Man behielt die Pelze an, der Auktionator hatte sogar die Mütze auf. Er stieß mit dem Kopf an das Bild des Onkels, daß der Nagel sich lockerte, an dem dasselbe hing. Unter den Kauflustigen befand sich auch Frau Bradl in einer mit Bisam verbrämten Jacke.
Doch Muck sah sie kaum. Alle Liebe war beim Teufel. Sein großer Kummer kurierte ihn von allen andern Kummern dieser Welt.
Die Freunde bildeten das Publikum. Der Hotelier Mayer, der Schuhwarenfabrikant Horak, der Galanteriewarenhändler Fuchs – sie hatten die Landpartie trotz Schnee und Kälte nicht gescheut und schienen sich für die Prozedur sehr zu interessieren. Letzterer fragte Muck, ob er auch das Stockgeschäft zu verkaufen gedenke, er wolle das Geld dafür bar niederlegen, als der Versteigerungskommissär den Schätzungspreis ausrief für das zu versteigernde Gut: »Zwanzigtausend Gulden!«
Muck sprang in die Höhe.
»Nichts da!« rief er, »für mich ist es eine Million wert! So viel kann ich nicht verlieren!«
»Zwanzigtausendfünfhundert!« bot einer an.
»Einundzwanzigtausend!« ein anderer.
»Einundzwanzigtausendfünfhundert!« rief Frau Bradl.