»Auf nach Erquelin! Um 7 Uhr fährt der Zug! Heute wird duelliert!«
Erscheint mir der Mensch sogar im Traum. Will mir's verbitten! dachte Laurent und drehte sich auf die andere Seite. Zerschlagen und übernächtig, wie er war, und ein Langschläfer, der er sein lebenlang gewesen, wollte er schlafen.
»Auf! auf!« drängte jener. »Es ist höchste Zeit! Klein wartet unten.« – »Gleich!« rief er ihm hinunter, indem er das Fenster aufriß, daß ein eisiger Luftstrom durchs Zimmer strich. »Hol' einen Wagen! Gleich macht sich Herr Laurent fertig!«
Laurent erwachte. Welch ein Erwachen! Es war der schrecklichste Moment seines Lebens. Doch eine letzte Hoffnung zuckte in ihm auf.
»Unsinn!« rief er. »Sie haben ja kein Geld!«
»Warum nicht gar!« rief Adler. Er und kein Geld! Der Irkutsker hatte ihm Kredit eröffnet. Und im Ton eines Gentlemans von Metier rief er ungeduldig, als wäre er dabei aufgewachsen:
»Sind Sie mein Zeuge, ja oder nein?«
»Schlafen will ich!«
»Sind wir Männer, ja oder nein?«
»Es ist zu kalt! Es ist zu früh!«