Etwas stieg in ihm auf, das wehrte sich riesenstark gegen den Menschen. Er horchte in sich hinein: wie kam er zu solch vorweltlichen Haßgefühlen?
Ach, ein Grund war wohl da: Christiane.
Sie soll es aufgeben, dachte er plötzlich, sie soll die Sache einfach hinwerfen. Sie ist doch kein Mensch, dem man mißtrauen darf.
Und plötzlich kam es erlösend über ihn: sie wird sich nicht ducken lassen.
Jetzt wurde er freundlicher. Befragte den Herrn nach seinem Studiengang und seinen Werken.
Der antwortete zurückhaltend.
Also immerhin ein Offizierssohn, vermutlich doch wohl noch in einigem wesensverwandt. Wahrscheinlich wollte er in der Gesellschaft verkehren? Ob er keine Frau hatte? Es schien doch nicht.
Und plötzlich überkam Cöldt wieder ein neues Gefühl: die Eifersucht.
Er sah, daß Richard Bartelmes gut gewachsen war, sich gut hielt und ein regelmäßiges, gesundes Gesicht hatte, nicht junggesellenhaft zerknittert. Der hat gelebt, erkannte er plötzlich. Ein Mucker ist der Herr Doktor nicht, trotz seiner Reformen.
Bartelmes verabschiedete sich. –