Hardi war schon müde. Das grade Dasitzen konnte sie nicht gut aushalten. Und nun war es doch wohl endlich aus.
Sie befragte Frau Landesrat Colb deswegen. Die Damen rückten zusammen und flüsterten wieder vom Verein. Sie wollten einen Frühlingsbasar halten.
»Das könnte aber erst sein, wenn ich zurückkomme,« sagte Hardi, »ich wäre doch gern dabei. Und dann bin ich auch frisch.«
»Ach ja, gnädige Frau gehen ja nach Bad Wiesental – so bald schon – wie hübsch.«
»Der Arzt hat es geraten. Im vorigen Jahr war ich um diese Zeit auch da. Es war nett. Nur ein paar Familien und die schöne Gegend –«
»Ihr Herr Gemahl geht auch mit?«
»Er bringt mich nur hin. Nein, er hat ja keinen Urlaub. Und das Kind muß doch auch in die Schule. Das Fräulein ist ja so zuverlässig –«
»Wie reizend,« sagte Frau Colb. »Da besuche ich Sie einmal, und wir können dann wegen des Basars überlegen. Zu spät dürfte es nicht werden, denn –«
»Dann ist es nicht mehr Frühling.« Hardi lachte sonderbar. »Ja, sicher, sicher –«
Sie spähte nach Christiane aus. Neben der stand noch immer der große dunkle Mensch.