Nun wiegelte die in ihrer lautlos höhnischen Art die anderen auf, und es waren weniger gute darunter, als vorher. Es war diesmal kein besonderer Jahrgang. Und Adas Nerven waren sehr herunter. Sie schlief kaum mehr vor Husten. Mit dem Essen mußte sie auch furchtbar sparen.
Sie äße außerhalb, sagte sie Frau Dorreyter manchmal. Immer konnte sie doch nicht auf deren Kosten leben.
Die Jong schien etwas gemerkt zu haben und ließ sie an heimatlichen Kisten teilnehmen. Mehlmännchen brachte ihr Marmelade und Knusperchen.
Aber trotzdem – – –
»Hören Sie mal, Dörfchen, wenn Sie nicht mehr können, dann ruhen Sie sich lieber aus,« sagte die Jong.
»Wo denn?«
Die Wehrendorf schaute den Kindern zu. Ihre Augen strahlten selbstvergessen.
»Ich will Ihnen mal was sagen. Mein Bruder ist Pastor in der Lausitz. Ältere Leute schon, haben weder Kind noch Kegel. Die brauchen jemand für sich. Wenn Sie dahin gingen – schlecht würden Sie es nicht haben. Da könnten Sie sich ausruhen, meine ich.«
Die Wehrendorf gab keine Antwort. – –
Ludwig sah sein Kind an, das eben vor ihm stand. Es trug auch das helle Tanzkleid und den Kranz im Haar. Und doch wirkte es nicht elfenhaft wie die anderen, sondern eher wie ein Waldschrat.