»Nein, mein Fürst; wenigstens versicherte der Baron, Näheres darüber nicht zu wissen.«

»Das ist schlimm; doch es bleibt mir unter diesen Umständen nichts übrig, als ruhig abzuwarten, was sie thun wird,« bemerkte der Fürst und fuhr nach kurzem Nachdenken fort: »Es wäre mir sehr lieb, ihr in irgend einer Weise zuvor zu kommen, um ihrer Klage die Spitze abzubrechen. Jedenfalls würde das am besten durch den Prinzen geschehen; doch der wird sich, wie ich weiß, dazu nicht verstehen. — Haben Sie etwa einen passenden Vorschlag, Chevalier?«

Dieser hüstelte und bemerkte mit einem vielsagenden Blick auf den Fürsten in leisem Ton:

»Sollte der Günstling Ihrer Hoheit nicht vielleicht als ein Mittel dienen, der Prinzessin Klage au niveau zu stellen?«

»Sie meinen den Baron?« fiel der Fürst voll Interesse ein.

Der Chevalier nickte mit dem Haupt und fuhr in gedämpftem und vertraulichem Ton fort:

»Die Verhältnisse des Prinzen und der Prinzessin stehen sich ziemlich gleich, und es findet nur eine Verschiedenheit der Personen statt; sie halten sich dadurch gewissermaßen im Schach; sollte mein gnädigster Fürst vielleicht hierauf sein Augenmerk bei Behandlung dieser Angelegenheit richten wollen?«

»Das ist ein guter Gedanke, Chevalier, und ich will mir denselben überlegen,« fiel der Fürst nachdenklich ein. »Hm, Sie haben Recht, vorausgesetzt, daß Ihre Meinung über Mühlfels begründet ist. Wie, Boisière?«

»Sie ist es, mein Fürst,« entgegnete der Letztere mit Bestimmtheit. »Die Andeutungen des Barons — der sich übrigens in dieser Beziehung sehr cavalierement benimmt — lassen mich mit Bestimmtheit auf seine Intimität zu der Prinzessin schließen.«

»Das wäre in doppelter Hinsicht erwünscht!« bemerkte der Fürst. »Man könnte also diese Sache nach Belieben und mit Sicherheit behandeln?«