Der Prinz wandte sich rasch um und fragte nach dessen Begehr.
»Wollen Hoheit so gnädig sein, mir ein paar Worte im Geheimen zu gestatten? Es betrifft Ihre Ehre,« — entgegnete die Maske zwar in vertraulichem, jedoch so lautem Ton, daß sie von den Umstehenden unschwer vernommen werden konnte.
Das Gespräch stockte sofort, und mit Ueberraschung blickte man auf den Prinzen und die Maske, gespannt, was der Erstere thun würde.
Dieser besann sich einen Augenblick, alsdann wandte er sich an die Maske und entgegnete:
»Sie sagen, es beträfe meine Ehre? Wenn dem so ist, so folgen Sie mir.«
Zugleich begab er sich in das nahe Nebenzimmer, wohin ihm die Maske folgte.
Daselbst angelangt, zog die Maske einen Brief und ein kleines Paquet aus dem Busen und überreichte es dem Prinzen mit den Worten:
»Sie werden die Bestätigung meiner Worte in diesem Briefe finden, und ich bitte, davon Kenntniß zu nehmen.«
»Zeigen Sie mir erst Ihr Gesicht, mein Herr,« bemerkte der Prinz, die Maske forschend betrachtend.
»Gestatten Hoheit, daß ich mich erst zu erkennen gebe, nachdem Sie den Brief gelesen haben,« entgegnete der Domino mit einer Verbeugung und trat ein wenig von ihm zurück.