»Erlauben Sie, Herr Brauns ist durchaus kein Gigerl!«

»Also Brauns heißt die Canaille? Der soll mir vor's Messer. Ich danke Ihnen für die Adresse!«

»Herr Kriehberg, trinken Sie ein Glas Selters, Sie sind aufgeregt.«

»Mein Blut ist kalt.«

»Dann giebt es keine Entschuldigung für Sie. Und nun ist unsere Zwiesprache zu Ende; es kommen Leute.«

Diese Unterredung fand in der Ausstellung des Buchgewerbes statt, wo bei schönem Wetter die einsamste Einsamkeit herrscht, da die Literaturhelden des deutschen Vaterlandes Einem blos den schimmernden Rücken zeigen und ahnungslos dahin verschlagenes Publikum merkwürdig rasch es ebenso macht.

»Also Sie weisen mich ab?« knirschte er.

»Nehmen Sie Vernunft an, dann sprechen wir weiter.«

»Was reden wir noch lange? Sie haben mir meine Ausarbeitungen bezahlt; gut. Von der Verstümmelung meiner Geisteskinder schweige ich, sie war haarsträubend. Ich war in Noth... Sie beuteten mich aus...«