»Nehmen Sie die Backen man nicht zu voll. Ich wende Ihnen zu, was mir die Zeitung bezahlt, und Sie werfen mir Wucher vor? Und was Sie aufgesetzt hatten, war Quatsch, dreimal destillirter Quatsch. So, nun wissen Sie's.«

»Wer hat das gesagt? Hat er das gesagt? der p. p. Brauns? Ei warte, mein Junge!«

»Nein, das sage ich. Denn was man nicht verstehen kann, ist Quatsch. Warum schreiben Sie kein reguläres Deutsch? Und Ihre Pläne können Sie wieder abholen lassen, die waren überflüssig und sind überflüssig und werden ewig überflüssig bleiben. Für Ihre weiteren Klamottenberichte danke ich. Und nun denke ich, sind wir miteinander fertig.«

Er antwortete nicht.

»Mütterlich hab' ich es mit Ihnen gemeint, weil sie so allein standen und mit Ihnen herumgestoßen wurde, woran Ihre Ueberzogenheit Schuld ist und Durchdrungenheit am verkehrten Platz. Aber ausbeuten?... Pfui, schämen Sie sich.«

Dies ging rasch und hastig und halblaut, weil schon Volks uns einkreiste, sich an Skandal zu weiden, anstatt Goethen und Schillern und den andern Prachtwerken näher zu treten.

Kriehberg preßte die Kiefer aufeinander. Dann brachte er mühsam heraus: »Ich glaube,... Ihnen... Ihnen habe ich Unrecht gethan. Ich weiß es nicht. Ich... ich kann und kann den Andern nicht ausstehen; ich hasse ihn; ich kenne mich nicht mehr. Ich darf nicht an Ottilie denken: ich sehe ihn neben ihr, er spricht mit ihr, er ist hübscher als ich, ich muß es ihm lassen. Ich werde rasend. Für uns Beide ist die Erde zu klein, viel zu klein.« Er war nach und nach so schreiig geworden, daß immer mehr Gaffgesichter sich ansammelten.

»Mit uns ist es aus und damit Basta,« rief ich und bahnte mich durch die Menge.

»Wat sagte sie von'n Paster?« hörte ich ein Weib.