Ein Freudenschimmer überflog seine Züge.

»Versprechen Sie mir, keine Thorheit zu begehen?«

»Thorheit?« lächelte er, »Thorheit? Nein.«

»So ist's recht. Sehen Sie, Herr Brauns, wenn ein junges Mädchen heiß und verzehrend liebt, dann fürchtet es sich vor der Entscheidung. Es ist, als sollte sie in Gluth und Feuer springen und schließt die Augen und beträgt sich wie blind.«

»Verstehe ich Sie recht?« — »Adieu, Herr Brauns.« —

Mein Karl wollte Auskunft haben; ich bat ihn, mir die Angelegenheit zu überlassen. Heirathen sei Frauenaufgabe. — Darin ergab er sich.

Ungermanns und Ottilie kamen spät nach Hause.

Mein Karl fragte: »Ottilie, würden Sie Herrn Brauns Ihre Hand geben, wenn er sie verlangte?«

Sie sah ihn starr an, dann mich — Ungermanns hatten sich gottlob zurückgezogen — als hätte sie nicht recht gehört.

»Er will Sie zur Frau.«