Damit liefe man den Bauernfängern in die Arme.
»Jawohl,« rief ich dazwischen, »wenn man nämlich ein Bauer ist.«
»Sie sind wohl aus Berlin und wissen Alles besser?« entgegnete der Mann. »Wie ist es einem Herrn gegangen, den ich zufällig kennen gelernt hatte? Er machte nämlich die Bekanntschaft von einem Grafen und der Graf führt ihn in höhere Zirkel ein und es ist auch sehr nett da, blos daß die Gesellschaften immer so spät in der Nacht stattfanden. Doch dies fiel ihm nicht weiter auf, indem er sich amüsirte mit ungarischen Gräfinnen und Comtessinnen aus Polen, in die er ganz weg war; hochfein. Und da er sich nicht knauserig zeigen durfte, wenn mal gespielt wurde, haben sie ihm nicht blos sein Geld abgenommen, sondern auch die Uhr; und wie er sie am nächsten Abend einlösen will, hat die Polizei die ganze noble Gesellschaft ausgehoben.«
»Hat er seine Uhr wieder?« fragte Jemand.
»Nicht doch. Wenn er sich meldet, muß er als Zeuge aussagen und das paßt ihm nicht wegen seiner Stellung. Wenn sein Name in der Zeitung steht und wie die Frauenzimmer ihn hineingelegt haben und daß der Graf ein entlassener Heilgehilfe mit Vorstrafen war: die Blamage ist zu enorm.«
»Was man nicht Alles mit guten Freunden erlebt,« bemerkte ich. Die übrigen lachten und tuschelten und einer rief: »Der gute Freund sind Sie doch nicht am Ende selber?«
»Würd' ich die Geschichte dann erzählt haben?«
»Na, na!« zweifelte ein Herr. »Es mag nett zugehen, wo Sie her sind!«
»Ich bin es weiß Gott nicht,« suchte er sich herauszureden. »Sie können es mir glauben.«
»Wer glaubt, wird selig.«