»Ach so? Eine Brechzange ist es,« erwiderte ich. »Mir sehr angenehm, das zu erfahren.«
»Was denn sonst? Man schiebt das Ding zwischen die Thür, knack, und auf springt sie.«
Alle blickten mit neugieriger Abscheu erst auf das Instrument und dann auf mich. Die neben mir saßen, rückten zur Seite, so gut es ging.
Ich lachte und wandte mich an den Herrn, der mir die Zange noch nicht wiedergegeben hatte: »Darf ich mir mein Eigenthum gefälligst ausbitten?«
Er sah mich an, mit so unverkennbaren Criminalaugen, daß ich eine Gerichtsperson auf Ausstellungsurlaub in ihm witterte und von plötzlicher Angst erfaßt, zurückfuhr. Darauf sah er mich noch durchbohrender an und sagte: »Dieses verfängliche Geräth muß der Polizei eingeliefert werden.«
»Meinethalben, für mich hat es keinen Werth.«
»Und doch kann es Ihnen theuer zu stehen kommen.«
»Wollen Sie mir jetzt mein Besitzthum wiedergeben? Oder soll ich klagbar werden?«
Er zögerte.
Nun ich fühlte, daß ich Oberwasser kriegte, gewann ich Muth: »Besehen Sie sich es genau, wenn Sie lesen können. Da steht D. R.-P. darauf, Deutsches Reichs-Patent. Glaubt denn ein vernünftiger Mensch, das Deutsche Reich patentire Einbrechzangen und Diebgeräth?«