Er rührte sich nicht.
»Karl, mach' auf!«
Ich klopfte stärker. »Karl, wenn Du nicht aufmachst, werde ich böse. Sehr böse; verstehst Du mich?«
Ich holte mein Schlüsselbund hervor, aber erst der letzte ging hinein. Und der schloß nicht. Nach einigen vergeblichen Versuchen brach er ab. Da mein Karl nicht von dem Geräusch aufwachte, mußte er abwesend sein. Aber wo? Natürlich im Berliner Zimmer.
Auf dem dunklen Gange nach der Wohnung stieß ich gegen Weiches, daß mir das Blut in den Adern stockte. Es krabbelte jedoch nicht in die Höhe, sondern fühlte sich als Waarenballen heraus. Aha, Ungermann's Bestellung. Ganz hübscher Posten, aber es könnte mehr sein. Die Zwischenthür war eingeklinkt und in der Küche noch Licht; die oberen matten Scheiben waren hell. Ich und eintreten war eins.
Die Dorette kriesch auf; ich sagte blos »Ha!«. Der Schutzmann aber strammte sich kerzengerade hin und salutirte. Dorette suchte die Lampe auszublasen, unsere Tischlampe, jedoch zu spät, ich hatte genug gesehen. Aufgedeckt war, mit Brot und Butter und kaltem Braten und Wein von dem Sonntags-Lafitte und Käse und ein Hafen Kompott und die Cognacflasche und was sonst gut und genießbar war.
»Wo ist der Herr?« fragte ich strenge.
»Aus.«
»Und das Hausthor steht offen? Nennen Sie das Bewachung, Schutzmann?«