Der Vetter entgegnete: »Ich habe Sie nicht ganz verstanden, verehrte Cousine.«
»Das wundert mich, ich gab mir doch Mühe, Amtsstil zu reden.«
»Der ist bisweilen selbst ergrauten Actenlesern zu viereckig, als daß sie daraus klug würden. Aber wenn Sie die Güte haben, mir den Fall in der gewöhnlichen Umgangssprache mitzutheilen, hoffe ich, Ihnen Auskunft geben zu können. Und wenn ich bitten darf, ohne Voreingenommenheit und ohne Beschönigung.«
»Zu beschönigen ist nichts, Kriehberg ist, wie er ist, ein Subject.«
»Erlauben Sie, das scheint mir parteilich.«
»Wo denn? Wenn ich Partei nehme, doch für Rudolphen, und von dem hab' ich kein Sterbens-Atom erwähnt.«
»Ahem!« sagte der Vetter. »Liebe Cousine, so kommen wir nicht weiter. Also zunächst der genannte Kriehberg. In welchem Verhältnis stehen Sie zu ihm?«
»Herr Vetter, solche Fragen muß ich mir dringend verbitten. Ueberhaupt Kriehberg! Ich kenne keinen Menschen, mit dem ich quaranzetter stände, als mit ihm.«
»Ich verstehe. Waren Sie von Anfang an derselben Meinung?«