»Ja, ja,« sagte ich. »Es hat so jeder seine Ehre.«
»Wie meinen Sie das?«
»Liebe Butschen, so ausgezeichnet Sie auch im Erfinden sind, die Fragen der socialen Gesellschaft zu lösen muthe ich Ihnen nicht zu und wenn Sie noch drei Mädchen nähmen. Auch ist hier nicht der Ort für dergleichen. Kommen Sie, es geht zu Tisch. Wir werden vergnügt sein, so recht von Herzen vergnügt.«
»Buchholzen! Sie treffen doch immer die Gefühle Anderer mitten auf den Kopf. Wenn Eine vor Lust krieschen möchte, bin ich es. Blos ich habe Bange, daß Butsch zu viel kriegt. Dann singt er. Passen Sie auf, er singt.«
Wir aßen und tranken und waren froh. Es war zu hübsch. Und so schön auch Gemach und Tafel waren, mit Blumen und kostbarem Gedeck, das schönste war doch das Brautpaar. Und wir Alle freuten uns an ihrem Glück.
Als es dunkelte, begann draußen die Illumination. Wir traten an die Fenster und blickten auf den lichtumrankten See, auf den Flammen-Springbrunnen und das Hauptgebäude, das wie ein Riesenschloß in feurigen Umrissen gegen den Nachthimmel stand. Und die Töne der Musik drangen herauf in jubelnden Weisen.
»Ein Fest der Arbeit ist die Ausstellung,« sagte der alte Herr Brauns. »Möge allzeit Segen ruhen auf redlicher Arbeit, sie ist die Kraft des Vaterlandes.«
Rudolph winkte. Die Lohndiener brachten frisch gefüllte Gläser mit Dressel's bestem Rheinwein.
»Der Deutschen Arbeit in Deutschem Wein!« rief er, »Ihr gilt dieses Glas.« Und dann noch eins:
»Auf das, was wir lieben!«