»Das Rasseln der Maschinen fällt mir auf die Nerven,« begann sie nach einer Weile, »ich möchte ein wenig Ruhe.«

»Gewiß, Kind. Meine Fußnerven sengern auch schon. Ich denke, wir nehmen ein Gläschen Bier dort in der Brauerei, die zur Rast einladet. Unser Fleiß verträgt nachgerade eine Belohnung.«

Ottilie seufzte noch einmal und schaute sich nach dem Adonis um, der jedoch nicht zu erblicken war. Nirgends kann man besser Versteck spielen, als hinter den Ausstellungsaufbauten. Ein Schritt um die Ecke und weg ist man.

Wenn ich Adonis sagen wollte, so war dies eine Nachwirkung der Glühschmuckpoesie. Ich denke mir die Adonisse moderner in Zeug, und mit sauberster Wäsche und nicht mit Schirmmütze und mit ohne Manschetten, wie es bei dem Menschen zutraf, der, wer weiß wie, in die Ausstellung gerieth, da ja mit den Eintrittskarten enorm geschmuggelt worden ist, selbst bei solchen oberen Zehntausenden, die es nicht nöthig haben.

Kaum saßen wir an einem Tischchen und sahen dem Springbrunnen vor dem Kesselhause zu und nippten an unserem Biere, als der junge Mann an unseren Tisch trat, fragte, ob der freie Stuhl besetzt sei, und auf Ottiliens »Nein« sich unverfroren hinplatzte.

Ottilien war dies ersichtlich wonnevoll. Wenn Eine noch so dumm ist, den Anbeter wittert sie auf der Stelle. Und Ottilie ist gescheidt.

»Schönes Wetter!« warf der junge Mann hin.

Ehe Ottilie ein »entzückend« abfeuern konnte, sagte ich: »Wegen der Witterung sind wir nicht hier, sondern wegen Gruppe dreizehn: Maschinenbau, Schiffbau und Transportwesen, sowie namentlich Elektrotechnische Gruppe vierzehn.«

Adonis machte ein mehr als begriffstutziges Gesicht.