Mein Karl hatte eine kleine Verschwendung bei Dressel und Adlon nach der Gondelung vorgehabt, die fiel jetzt in Weißbier mit Sülzcotelette und Bratkartoffeln, was durstlöschend und sättigend war, wenn auch ohne die immense Vornehmheit, die wir uns dort unter den Spitzen Berlins angethan hätten.
Wir bauten daher bald ab. Herr Schulz erläuterte uns noch die Straßenpflasterung und kam dabei wieder unter die Erde auf die Rohrlegung, und die Kabbelei von vorhin stand vor erneutem Ausbruch. Der Vernünftige aber zieht rechtzeitig vor dem Streit Leine. Ich sagte: »Wir gehen!« Auf dem Heimwege fragte ich: »Was Tante Lina wohl macht? Das Wetter hat sich wundervoll gehalten.«
»Hoffentlich hat sie nichts gemerkt,« sagte mein Karl.
Als wir zu Hause anlangten, war weder Tante Lina vorhanden noch Ottilie. »Dorette,« rief ich, »Dorette, wo sind die Damen?«
»Mit einen jungen Herrn ausjefahren. Was die Tante is, meinte, mit den einen dollen Schlag wäre das Gewitter wohl alle jewesen.«
»Wer war der junge Herr?«
»Kennen duh ick'n nich, aber die Freilein Ottilie, die schien als wenn't en intimer Freind von sie sein dähte.«
»Es ist gut, Dorette, Sie können gehn.«
Ob es der junge Mann von neulich war? Oder ein anderer? Tante Lina und Ottilie haben sich auf ihren gemeinschaftlichen Gängen sehr aneinander geschlossen. Man hätte sie nicht ohne Aufsicht lassen sollen.
»Karl,« rief ich. »Da haben wir uns was Schönes zusammengedonnert.«