Auf einer anderen Reise, wurde ihr erwiedert, dürfte mir eine solche Gesellschaft ganz angenehm sein, (hier maaß sein Blick Floren vom Scheitel niederwärts) allein jetzt muß ich, außer meinem Diener dort, dem Araber, allein gehn. Habe ich aber meine Geliebte erst entdeckt, und führe sie zurück, dann ist eher daran zu denken. Sucht mich in dem Fall auf.

Dies war eine Aussicht ins Weite. Flore unzufrieden mit dem Fremden, sagte etwas spöttisch: Eure Geliebte muß die Anhänglichkeit rühmen. In einem Alter, das der Weisheit nur geheiligt sein sollte, unternehmet ihr, was sonst der romantische Frühling nur wagt.

„Ob ich achtzehn Jahre, oder funfzig zähle, das Mädchen ist mein, denn ich kaufte sie in Cairo auf dem Markte, und habe ich sie nur erst wiedergefunden, werde ich mir durch Strenge Liebe zu verschaffen wissen. Sicher steckt sie in einem der Harems. Ich besuche alle Höfe der afrikanischen Könige, da wird sie ja wohl auszumitteln sein. Und dann darf ich meiner Verschlagenheit zutrauen, daß sie das Unmögliche geglaubte möglich macht.“

Flore wurde aufmerksamer während dieser Rede. Schnell fiel sie ein: Sagt mir aus welchem Lande in Europa ihr seid?

„Italien ist meine Heimath.“

Italien, Italien? Und eure Geliebte, ist sie nicht — eine Spanierin?

Eine Spanierin, versetzte der Andere mit staunendem Blick.

Wollt ihr wetten, ich nenne euren Namen?

„Das wäre drollig genug.“

Signor Perotti.