„Ists möglich? Ich entsinne mich doch nicht, euch jemals gesehn zu haben.“

O ich sah euch auch nie.

„Sicher kennt ihr Isabellen, wißt ihren Aufenthalt. Entdeckt mir alles, ich beschwöre euch. und zählt auf Erkenntlichkeit.“

So wenig als euch, sah ich Isabellen, nur eure Geschichte kam mir zu Ohren. Sagt mir doch, ob ihr nie erfuhrt, wer euch in dem Keller ergriff und binden ließ, da ihr Isabellen aus des Consuls Hause so listig gebracht hattet.

„Mich ergriff? Mich binden ließ? ha ha ha!“

Und dann Isabellen wegführte.

„Isabellen wegführte? ha ha ha! Das that ich selbst.“

Wie, ihr?

„Oder mein Diener. Es war beschlossen, Isabellen nicht wieder zum Vater zu lassen, weil der Franzose mir doch alles verdarb. Sie sollte gleich von Cairo hinweg. Um aber wenigstens vierundzwanzig Stunden voraus zu haben, und außer der Stadt nicht mehr verfolgt zu sein, ließ ich mich binden, und in den Keller legen. Man glaubte das Mährchen, war überzeugt, Isabelle stekke in Cairo, und forschte dort, so viel es möglich war nach. Unterdessen war mein Diener schon mit dem Mädchen nach Damiette unterwegs, und alle Anstalten waren so getroffen, daß nichts verrathen werden konnte. Ich wurde auf einem Landhause zwei Meilen von jenem Orte erwartet, kam bald da an, und setzte meinen Weg fort.“

Ich bin auch nicht ohne Intrigue, merkte Flore an, doch wahrlich diese List hätte ich nicht geargwohnt.