Joseph und Maria Gurowska sind denjenigen bekannt, welche die Begebenheiten des Herrn von Jalonski lasen; wer die Lesereise durch gegenwärtiges Büchlein macht, und dem jene Begebenheiten fremd sind, wird auch mit den beiden Personen vertraut werden, wenn er sich jenes Buch aus irgend einer Leihbibliothek holen läßt.

Hier wird demnach auch ein Kritiker ausgesöhnt, welcher dem Verfasser einst den Vorwurf machte: er habe nicht berichtet, was aus Joseph und Maria Gurowska weiter geworden sei.

Siebentes Kapitel.
Fortsetzung.

Maria konnte immer nicht genug von dem guten Ignaz hören, und manche Thräne der Rührung perlte auf ihre holden Wangen nieder, wenn seine Unfälle berührt wurden.

Die Erzählung mußte nothwendig Sympathie unter den beiden Weibern erzeugen. Denn man kann verheirathet sein, und den andern Theil achten und lieben; eine Erzählung, die die Saiten der ersten Liebe berührt, ruft doch Melodien der Erinnerung, die den orpheischen Mund segnen lassen. So kettete sich Maria an Floren, und diese gehörte ihr, durch die Freude an ein solch Gefühl, und den Dank.

Sie wurden Freundinnen von neuer Zeitrechnung, aber innig.

Flore mußte acht Tage hier bleiben, und diese Zeit, ihr ohnehin angenehm gemacht, diente ihr dazu, sich von den Mühseeligkeiten auf dem englischen Schiffe zu erholen.

Dann fuhr eine Postjacht nach Corfu. Flore bekam gute russische Pässe und Empfehlungen, auch Josephs Diener mit, der unterwegs für ihre Bequemlichkeit sorgen, und ihr eine Gelegenheit nach Venedig oder Triest verschaffen sollte, die man in Corfu bald zu finden hoffte.

Man schied gerührt. Sehen sie einst Jalonski, rief Joseph, so sagen sie ihm: wenn schon unsere politischen Grundsätze sich trennten, mein Herz gehört immer noch dem Jugendfreunde! Maria wandte den Blick weg, sie konnte nichts sagen.

Das kleine Schiff, von Ragusanern geführt, ging immer längs der Küste, und lag nach einigen Tagen im Hafen von Corfu. Man fand noch an demselben Tage eine Brigg, die nach Triest steuern wollte. Flore miethete ihren Platz darauf, beschenkte den Diener Josephs und ließ Tausend Dank nach Morea entbieten.