Ohne Umstände, sage sie mirs, hier ist ein Thaler, es erfährt Niemand von mir.
Das arme Geschöpf wollte erst Ausflüchte suchen, da diese aber nicht galten, so vertraute sie: Ich bekomme zwanzig Thaler, und muß mir dafür gefallen lassen, daß eine alte Frau täglich mein Kind auf einige Stunden abholt. Wohin, weiß ich nicht, doch ist es gewiß in guten Händen, wird mir immer richtig zurückgebracht, und von Morgen an, soll es auch ein Ende damit haben.
Der Freund hatte genug, und begab sich zu Herrn von ***. Wie gehts mit deiner Angelegenheit?
„Schlimm und gut, wie du willst. Ich besitze einen allerliebsten Jungen. Morgen kömmt er aufs Land. Wie der General zurück ist, geht es vorwärts mit meiner Heirath, wie kann ich nun anders?“
Ich wage eine Prophezeihung. Bald nach der Heirath wird das Kind auf dem Lande gestorben sein. Du siehst es nicht wieder.
„Wie kömmst du darauf?“
Beschwören würde ich das, so gewiß bin ich meiner Sache.
„Das klingt ja sehr räthselhaft.“
Du siehst das Kind nicht wieder, doch härme dich nur nicht, es war nicht das deinige.
„Wie!“