Die Zeit verstrich, und der Offizier wunderte sich bisweilen, nicht zu bemerken, was ihm angezeigt worden war, er wähnte noch weiter hinaus, wurde demungeachtet eines Morgens ganz unerwartet mit einem Briefchen überrascht, worin Frau von *** meldete: Ein klein lieblich Wesen erwarte seine Küsse.

Er eilt hin. „Wie, in voriger Nacht?“ — Ja! — „Wer dachte daran?“ — Es übereilte mich.

Die schöne Frau lag im geschmackvollen Nachtanzug da — wenig mitgenommen — und reichte ihm einen jungen Sohn, dem er allerdings liebkoste.

Frau von *** sagte mit schwacher Stimme: Er soll in der Stille aufs Land. Und sie mein Herr, werden nun doch Ernst machen, die von dem grämlichen General bestimmte Zeit, ist um, in dieser Angelegenheit haben sie zu entscheiden. Uebel genug, daß ich sie mahnen, an ihr Kind mahnen muß.

Nein, nein, das darfst du nicht, entgegnete er lebhaft. Heute setze ich alles ins Werk.

Zufällig befand sich der General auf der Jagd, wurde nach einigen Tagen erst zurück erwartet. Unterdessen erfuhr der Freund, dem nichts verschwiegen blieb, die Lage der Dinge und diesem kam so manches darin bedenklich vor.

Er hatte einen Diener, der zum Ausspähen von Heimlichkeiten trefflich zu brauchen war. Dieser erhielt den Auftrag, genau zu beobachten, was in der Wohnung der Frau von *** vorginge. Er fing das richtig an, und hinterbrachte dem Herrn: ein altes Weib, das sich von Kartenlegen nähre, käme des Abends, und hielt sich lange dort auf. Gut, sprach der Herr, beobachte mir auch einen Tag lang alle Gänge des Weibes. Der Diener stellte sich vor ihre erforschte Wohnung, und folgte von fern, wie sie aus dem Hause trat. Unter andern ging sie nach dem großen Hospitale, wo auch arme Mädchen entbunden werden. Nun kostete es ein Trinkgeld, dort von den Krankenwärtern zu erfahren, zu wem die Alte käme? Man nannte ein vor einigen Tagen entbundenes Mädchen.

Auf diese Nachricht, ließ der Freund es sich nun nicht verdrießen, selbst nach dem Hospitale, zu dem Bette der Wöchnerin zu gehn.

Wo ist ihr Kind?

Die Person stockte.