Eine große Selbstvergessenheit von der Dame allerdings, dies Vertrauen, ja in seiner ganzen Ausdehnung, nicht einmal mit ihrer Leidenschaft zu entschuldigen.

Bald darnach empfängt der Offizier ein Billet von der Dame, worin sie mit einem gewissen schneidenden Schmerz meldet, — sie befinde sich in andern Umständen.

Mit Entsetzen läuft dieser zu dem Freunde, ihm das Geheimniß mitzutheilen. Ah — ruft der Freund — standest du so mit der Frau von ***

„Nein — Ja — aber —“

Jetzt kann ich weiter nicht rathen. Ich verweise dich an dein Gefühl. —

Unruhe, Gewissen machten, daß Herr von *** nun schnell zur alten Geliebten eilte. Sie bedurfte Trost, fragte: sind sie ein Mann von Ehre? Und sie zweifeln? hieß die Antwort, in welcher ihr Trost lag.

Das vorige Leben. Nur Erinnerungen, klare, von ihrer Seite, bald Anstalten wegen der Heirath zu treffen.

Er ging zu seinem General. Dieser schüttelte den Kopf. Ei, ei, in ihren Jahren schon? Das ist zu früh. Es ist eine Aufwallung, kein reif überdachter Entschluß. Besinnen sie sich ein halbes Jahr, und kommen dann wieder. Ich rede mit Niemand davon.

Der junge Mensch berichtete dies der Dame, die auch eben dem General nicht gewogen ward. Doch mußte man sich fügen.

Jener fragte: wann sie meinte, daß ihre Entbindung nahen würde? Etwa nach sechs Monaten, versetzte sie. — „Heimlichkeit ist dann nothwendig!“