Marquise. Ei ei!

Dupré. So viel Sinn wie Laune darin.

Marquise. Zur Sache.

Dupré. Denken sie an keine Alltäglichkeiten. Spannen sie immer die Erwartung.

Marquise. (setzt sich.) Ich nehme Platz. Dupré, wie ich mich entsinne, ist nicht ohne Verstand, nicht ohne guten Vortrag, aber ohne lakonische Kürze.

Dupré. Wie sie befehlen. Ich fange mit einem Gemälde der Gräfin an.

Marquise. Funfzehn Jahr bin ich ihre Freundin.

Dupré. Ah — ich siebzehn Jahr ihr Kammerdiener, ich wage zu behaupten — Siegelbewahrer ihrer Geheimnisse — das dringt weiter, wie die Freundschaft. Auch ist mir eine treue Zeichnung gestattet, denn nur holde Züge vermag ich darzustellen. Sie ist so gut, es wird so leicht ihr zu gehorchen — o mit diesem edelmüthigen Sinn, dieser ächten Würde, der noch kein Leumund zu nahen wagte — diesen Talenten, dieser Schönheit — es stände nur bei ihr, die vier oder fünfunddreißig Jahre zu verläugnen, denn wer sie sieht, glaubte wohl daran —

Marquise. Vier oder fünfunddreißig — wirklich schon?

Dupré. Ja ja! — da waren sie bereits nicht genau unterrichtet. Einen Fehler aber, einen hat die Gräfin — den Frohsinn!