Gräfin. Sie glauben nicht, welche Aehnlichkeit — auch werde ich den kindlichen Ton wohl nachahmen. Zudem sind noch Bretter hinter den Tapeten. Man muß etwas rufen. Das verstellt — nicht wahr, ein drolliger Schwank? Dupré, wie viel an der Uhr?

Dupré. Ein Viertel auf Zwölf. Um Mitternacht trifft der Chevalier ein.

Gräfin. Gut, verlassen sie uns! Welch Zeichen denken sie zu geben, wenn er kömmt?

Dupré. Ich huste.

Gräfin. O das hört man nicht. Sagten sie nicht selbst, ein Gespräch im natürlichen Ton, wäre an der Gegenseite nicht zu verstehn?

Dupré. Man vernimmt nur ein leises Murmeln, die Worte unterscheiden sich nicht. Aber ich huste gewiß kräftig —

Gräfin. Nein, nein! Stellen sie einen schweren, dichtgepolsterten, großen Armstuhl hinter die Thür, den sie beim Oeffnen umwerfen.

Dupré. Madame, ich habe in dem Kabinet nur einen kleinen geflochtenen Rohrsessel, ohne Lehne, er wird nicht viel schwerer wie eine Feder fallen, es reicht nicht an den Husten —

Marquise. Dies Husten liegt ihm sehr am Herzen.

Gräfin. Gemeinhin fällt er um diese Stunde in Unbeholfenheit.