Dupré. Freilich naht mir der Schlummer ein wenig, und unterdrückt die Geisteskraft. Aber wenn Madame, wie ich, um sechs Uhr aufständen —
Gräfin. Eilen sie sich aufzumuntern — einen Polsterstuhl aus meinem Zimmer gebracht — Eilen sie!
Dupré. (ab.)
Dritte Szene.
Gräfin. Marquise.
Marquise. Aber was machten sie mit Sophien?
Gräfin. Stürme, Stürme regt ich auf in ihrem Busen. Nach der Tafel zählt sie auf ihr Stelldichein, doch wink ich nun, ziehe sie in mein Kabinet, sage: Sophie, sie vertreten mich diesen Abend, nehmen mein Spiel, eine dringende Angelegenheit kann mich wohl bis zwei Uhr am Morgen entfernt halten. —
Marquise. Die arme Kleine! O die arme Kleine!
Gräfin. Von der Umwandlung ihrer Züge entwerfen sie umsonst ein Bild. Roth, bleich, Zittern, Wanken, unerhört! Ich schien gar nicht zu beobachten, nahm wieder das Wort: Vor zwei oder drei Stunden, empfing ich ein Billet, das mich bestimmte, in eine heimliche Unterredung zu willigen. Meine Zimmer sind angefüllt, ich fürchte die Neugier, und will die andere Person in ihren kleinen Saal bestellen. Hier fiel die unglückliche Sophie in eine tödtliche Erstarrung, kaum athmete sie noch — ich, bescheidne Verlegenheit heuchelnd, fahre fort: Hören sie alles Sophie! Der, den ich erwarte, ist der Chevalier von Blancé. — Bei diesem Namen glaubte ich, sie würde ohnmächtig niederfallen, doch überwand sie den Schrecken, die Bewegung. Sie sitzt beim Wist —
Marquise. Harte Tirannin! — Arme Sophie!