Chevalier. Seit wenn?

Gräfin. Seit ich entdeckte, von ihnen betrogen zu werden — Aber mein Gott! Was sagt ich!

Chevalier. Gräfin! — In welche — ich betrog sie nicht! Nein! Hätt ich geahnt, daß sie sogar meinen Geschmack für Sentimentalität theilen —

Gräfin. Chevalier —

Chevalier. Sie hätten mich geliebt? Kein Wahn — und so, so geliebt —

Gräfin. Weg mit der Vergangenheit!

Chevalier. Sie werden den Vicomte nie lieben, können es nicht.

Gräfin. Er hat freilich wenig Grazie des Umgangs, ihm mangelt der heitre gesellige Ton, der das Leben so mit Blumen bestreut, ihm fehlt das leicht ansprechende scharfe Gefühl, dem die gleichgestimmte Saite mit so viel Wonne entgegen tönt, und — und — doch wenn ihnen auch an dem Allen ein Reichthum wurde, lieben sie nicht eine Frau, die ihn entbehrt? — Sophie zieht durch Anmuth, einfachen Sinn, freundlichen Willen an, doch — was man piquant nennt, das ist sie nicht. — Sie sehn, daß man auch die ungleiche Natur zu lieben vermag.

Chevalier. Vermag man das wirklich? Oder ist es eine gefährliche Täuschung, die aus dunklem Hintergrunde mit Reue droht! — Gleiche Natur — o gleiche Natur, köstliche ewige Fessel des Gottes der — — sie sagten Vertrauen zu, eine Frage, eine, aber lösen sie sie wahr —

Gräfin. O — Unwahrheit gelingt mir ohne Tapetenwand nicht, (auf ihre Augen deutend) diese Verrätherinnen plaudern mich aus —