Er gab mir die Hand. Ei, ei! Lange nicht gesehn. Eine dicke Stimme aus der Kegelgesellschaft rief jedoch: Herr Wirth, noch ein Glas Breslauer! Da eilte mein Jugendfreund schnell seinem Beruf nach.

»Um Gottes willen, hob ich mit fast erstickter Rede zu Lilienthal an: der in einem Kegelgarten?«

Der arme Teufel hat ihn gepachtet, wird aber auch nicht sonderlich bestehn; es kommen nur wenig Gäste.

»Er war doch Kaufmann« ...

Hat einen kleinen Bankrott gemacht. Und was sollte er dann thun? Frau und Kinder wollen ernährt seyn.

Eduard hatte sein Geschäft besorgt. Ich nahm ihn bei der Hand, und führte ihn aus der Kegelbahn in einen Gang. »Freund, sagte ich, wie geht es zu? Dein spekulativer Sinn, Dein Unternehmungsgeist von ehedem! Ich dachte ... ich hoffte ...«

Die Stimme, von der ich Bescheid bekam, tönte nicht mehr so leicht und hochfliegend; sie hatte etwas Schweres, neben dem Kleinlauten. Eduard schob die Sammtmütze, um sich hinterm Ohr zu kratzen, und sagte nun: Wer kann für Unglück! Ja hätte der Vormund mich nur in Hamburg gelassen, ich glaube immer noch ... er schickte mir aber kein Geld; ich mußte zurück, und hier meine Handlung mit Spezerei- und Materialwaaren antreten. Nun, ich habe mich viele Jahre dabei hingestümpert. Aber rechts und links etablirten sich Andere, verkauften um Spottpreis, die Consumption nahm in den schlechten Zeiten ab, Einquartierung und andere Kriegslasten dazu – so ward ich endlich ruinirt.

»Du wolltest ja eine große Fabrik anlegen.«

Jung will man viel. Ohne große Mittel läßt sich aber nichts Großes anfangen.

»Du wolltest Dich um Summen an die Regierung wenden.«