Ich ging stumm auf und nieder, warf mich dann in das Sopha, und stützte den Kopf auf die Hand; die Unruhe in meiner Brust war unbeschreiblich. Ich dachte an die Worte eines Dichters, welche mir auf der Reise von St. Petersburg hieher, mit einem süßen Anklang, oft einfielen:

Froh werd' ich die Altäre

Der heimatlichen Höh'n,

Und froh die Wonnezähre

Der Jugendfreunde sehn.

Und sie, die einst im Lenze

Der schönen Minnezeit,

Sich bis zur dunkeln Gränze

Des Lebens mir geweiht –

Ach, so fand ich es nicht! – Noch hatte ich nach Emma nicht gefragt. Was ich bis jetzt gehört, ließ mich die Geliebte vergessen, indeß nur auf eine kurze Zeit. Die Frage schwebte mir wieder auf der Zunge, doch immer gewann ich keinen Muth dazu; mein Herz fürchtete hier zu viel von einer niederwerfenden Botschaft.