Hätte er noch einen letzten Willen abfassen können, sagte die Tochter, so würde er sicher darin verordnet haben, daß ich Kausern heirathen sollte.
Oder er hätte Dich enterbt, fiel die Mutter ein.
Nun, sagte die Tochter wieder, heirathe ich Kausern doch nicht, liebe Mutter? – Und die Mutter umarmte sie.
Ketter hatte von dem Allen nichts gehört. Jetzt trat er wehmüthig in die Stube. Herr Lund, fing er an, kömmt nicht wieder; so will ich denn gehn.
Er kömmt nicht wieder, sagte Frau Lund; Sie gehn aber nicht. Wer sollte denn die Geschäfte meiner Handlung führen? Oder vielmehr: unsrer Handlung; denn sie gehört mir und Philippinen zur Hälfte.
Der junge Mann verstand sie nicht, und gerieth in das höchste Erstaunen, als man ihm das Nähere sagte. Ungläubig ging er zu dem Leichnam, und kam bald in großer Bestürzung wieder. Jetzt erschien auch Herr Kauser, von einem Notar begleitet. Schwarz auf Weiß, rief er; Siegel und Zeichnung!
Frau Lund sagte: Herr Kauser, ziemt es sich wohl, gleich nach einem Todesfall ein Verlöbniß zu halten?
Warum nicht? antwortete er; über Vorurtheile muß man sich hinwegsetzen, wo es das Mein und Dein gilt.
Gut, hob Frau Lund wieder an; nun habe ich zu reden. Herr Notar, ich verspreche meine Tochter mit meinem Buchhalter, und Herr Kauser ist wohl so gütig, als Zeuge sich zu unterschreiben.
Herr Kauser rief: Was sind das für Possen! Wo ist mein Herzensfreund Lund?