»Morgen früh, Juliane, gehen wir zum Abte; uns wird er ja wohl den Segen nicht verweigern.«

»Morgen früh, Juliane, gehen wir zum Abte; uns wird er ja wohl den Segen nicht verweigern; morgen, morgen am Tage knien wir am Altar, und Juliane Rüdt von Kollenberg wird Hans Landschads Frau! Aber sie – glauben's uns nicht, Juliane! gib acht, sie glauben's uns nicht!«

»Sie werden es glauben, Geliebter, – wenn sie es sehen,« hauchte sie und schmiegte sich an ihn und bebte vom Wirbel bis zur Sohle.

Nach einer Weile nahm sie seinen Kopf zwischen ihre Hände, küßte ihn auf die Stirn und sprach: »Du hast dich um meinetwillen geschlagen, hast dein Leben für mich gewagt; warum tatest du das? weil du mich liebtest?«

»Weswegen denn sonst?« lachte er. »Ich liebe dich, seit ich dich kenne.«

»Sage das noch einmal!«

»Seit ich dich kenne, liebe ich dich und werde dich lieben, so lange mein Herz schlägt.«

»O du – du – wie nenn' ich dich?!« jauchzte sie und umfing ihn mit lodernder Glut. »Meine Liebe sollst du erst kennen lernen! Aber erzähle mir, wie kam das mit Bödigheim?«

»Laß das!« bat er, »mein Hieb traf ihn besser, als seiner mich. Sage mir lieber: was ist das mit dem Recht der Hagestolze?«