»Das ist deines Vaters Sache, des ältesten von uns,« erwiderte Hans; »ich bin dazu nicht nötig und will auch nichts damit zu tun haben.«

Da hatte Ernst nicht den Mut, dem Oheim jetzt die stillen Hoffnungen und Wünsche seines Herzens zu entdecken, sondern verschob dies auf eine günstigere Gelegenheit, wenn der Weg zur Versöhnung auf beiden Seiten angetreten wäre.

Bald nach seiner Heimkehr begab sich Hans zu seinem Bruder Bligger, der ihn freudig willkommen hieß, und seine erste Frage war: »Was ist hier vorgegangen, daß ihr eine, wie es scheint, wichtige Beratung gepflogen habt, an welcher Ernst nicht teilnehmen durfte?«

»Also hat er schon alles ausgeplaudert?« sagte Bligger.

»Alles,« erwiderte Hans, »nur das nicht, was er selber nicht wußte.«

»So höre denn!« begann der ältere. »Ich habe sichere Kundschaft, daß der Pfalzgraf etwas gegen uns im Schilde führt. Um seinen Anschlägen mit Nachdruck zu begegnen, ist es nötig, daß wir alle fest zusammenhalten gegen ihn, auch der Dauchsteiner und die von der Minneburg.«

»Der Dauchsteiner?« sagte Hans mit Stirnrunzeln, »den laß nur aus dem Spiel, auf den ist kein Verlaß, und er ist uns so wenig Freund wie wir ihm.«

»Magst recht haben,« gab ihm Bligger zu, »aber die Minneburg. Wir müssen mit Julianen unseren Frieden machen, damit sie uns mit ihrem Gesinde zu Roß und zu Fuß Beistand leistet.«

»Hab' ich ja schon immer gewollt,« schaltete Hans ein.

»Und da sie den Wunsch geäußert hat,« fuhr Bligger fort, –