»Mögen sie kommen!« sprach Eike, »dagegen bin ich gefeit, und den unbequemen Einlieger sind wir glücklich los.«
»Fein eingefädelt habt ihr euer boshaftes Fürnehmen gegen ihn,« bemerkte die Gräfin.
»Bedanke dich bei Eike!« bedeutete sie der Graf, »der hat's ausgeheckt.«
»Ein Meisterstück, Herr von Repgow! aber hartherzig und grausam.«
»Schmerzt Euch sein Scheiden?«
»Durchaus nicht! aber der arme Mensch dauert mich. Ihr habt ihn verjagt und vertrieben durch eure schändliche List, indem ihr ihn bei seiner schwachen Seite faßtet. Wo soll er nun hin, der nicht Heim, nicht Herd, kein Obdach und keinen Gastfreund hat, dem er willkommen wäre?«
»Du hast recht, Gerlinde,« sprach der Graf. »Ein armer, bedauernswerter Mensch ist, wer keinen Freund, keinen wahren Herzensfreund hat. Innerlich einsam geht er durchs Leben, ob er auch hundert Gesellen hat, die mit ihm bechern und bankettieren, ihn umschwärmen und umschwänzeln, ihn aber nicht lieben und achten.«