Rudolf von Andlau lachte: »Nehmt Euch mit ihm in Acht, Graf Rappoltstein! er hat heute wieder den rauhen Pelz an und knurrt. Sehet zu, wie Ihr ihn bändigt; ich hab's nicht fertig gebracht und überlasse ihn Euch, um Eurer Frau die Hand zu küssen.«
»Thut das, Andlau! sie wird sich freuen, Euch hier zu sehen,« rief der Graf dem Abgehenden nach.
»Nun, wie war der Willkomm, den Du bei dem Thiersteiner fandest?« fragte Burkhard sofort, als die Beiden, etwas abseits von den übrigen Gästen, mit einander allein standen.
»O – durchaus höflich und freundlich,« erwiederte Schmasman.
»Na, das dank' ihm der Teufel!« brauste Burkhard auf. »Ist das Alles, was Du darüber zu sagen hast?«
»Freilich, ein wenig herablassend kam mir die Begrüßung vor.«
»Aha!« machte Burkhard, »willst Du wissen, wie es mir vorkommt? Er empfängt seine Gäste wie ein Reichsfürst seine Vasallen empfängt. – Ja, ja!« fuhr er fort, als Schmasman darauf schwieg, »Du bist wohl eben erst angelangt und hast noch nicht bemerkt, wie hoch der Herr Graf den Kopf trägt, als wollte er über uns Alle hinwegsehen.«
»Er ist noch fremd hier und muß sich erst eingewöhnen unter uns, erst Fühlung mit uns gewinnen. Dabei müssen wir ihm behilflich sein, ihm entgegenkommen.«