»Ist auch meine Meinung,« stimmte Burkhard zufrieden bei. »Ich will nur noch ein wenig kundschaften lassen, wie weit sie da drüben sind; dann schicke ich euch Allen schnell Botschaft, daß ihr kommen sollt.«
»Gut! laß uns nicht zu lange warten,« sagte Müllenheim und erhob sich. »Für heute lebewohl und auf Wiedersehen in Helm und Harnisch!«
»Wo willst Du von hieraus hin?«
»Heim nach Schloß Girbaden.«
»So begleit' ich Dich bis Klingenthal,« sprach Burkhard. »Ich habe dort in verstecktem Bau ein schlaues Füchslein sitzen, dessen Lichtern und Lauschern ich beim Spüren vertrauen kann.«
Er rief den Diener herbei und befahl ihm, satteln zu lassen. Bald darauf ritten die Beiden von Schloß Rathsamhausen selbander hindann.
XXIV.
Mehrere Tage waren seit der Befreiung Loders vergangen, und noch hatte man im Rappoltstein'schen Lager von den fahrenden Leuten keine anderen Nachrichten über die Absichten der Gegner erhalten, als daß sie eifrig rüsteten und in ihren Burgen und deren nächster Umgebung große Massen reisigen Volks zusammenzogen, die sie jederzeit zu einem geschlossenen Heerhaufen vereinigen konnten.