»Freut mich, daß Ihr das beachtet habt, Herr Graf!« lächelte Oswald geschmeichelt. »Unsere Frauen verstehen sich darauf und haben sich ihre Pferde selber beim Roßkamm ausgewählt. Die Stute meiner Tochter ist ein ausdauernder Renner, wird aber hier in den Bergen leider wenig Gelegenheit haben, das zu zeigen.«

»Dann hättet Ihr doch im Flachland bleiben sollen, um sie austraben zu lassen,« warf Burkhard wieder dazwischen.

»Ich sprach nicht zu Euch, Herr von Rathsamhausen,« wies ihn Oswald zurecht.

»Aber ich mußte schon zum zweiten Male hören, daß es Euch hier auf unseren Wegen und in unseren Bergen wenig zu behagen scheint.«

»Wenn Einem nur die Gesellschaft behagt, die man in diesen Bergen findet,« gab ihm Oswald anzüglich zurück.

»Das muß freilich auf Gegenseitigkeit beruhen, was leider nicht immer zutrifft, Herr Landvogt!« höhnte Burkhard.

»Damit habt Ihr Recht, Herr!« lachte Oswald gezwungen.

Um das unerquickliche Zwiegespräch abzubrechen nahm Schmasman das Wort, es an Oswald richtend: »Darf ich fragen, Herr Graf, was Ihr mit Eurem Hof in Straßburg zu thun gedenkt? Wollt Ihr das Lehen dem Bischof zurückerstatten? oder wollt Ihr den Hof in Afterlehen geben?«

»Vorläufig gedenken wir ihn selber zu behalten,« erwiederte Graf Oswald, »für den Fall, daß es uns wünschenswerth erscheinen sollte, noch einen Wohnsitz in Straßburg zu haben.«