Kaum hat er den Wunsch ausgesprochen, als auch ohne das geringste Zögern die Luks geöffnet sind. Mit seinem Gefolge klettert der Holländer die Steigeisen hinunter. Gähnende Leere überall. Die Sache wird immer rätselhafter.

»Wo kommen Sie her?«

»Aus Deutsch-Ostafrika.« Ratloses Staunen verrät, daß dem Hafenmeister die ganze Angelegenheit immer schleierhafter wird.

»Ihre Ladung?«

»Ladung? Die haben wir längst gelöscht. Geschütze, Munition, Gewehre und anderes Kriegsmaterial. Aus Deutschland nach Deutsch-Ostafrika.«

Jetzt erst ermannt sich der Hafenmeister: »Aha, also wie die »Möwe« ausgebrochen! Ja, aber wie sind Sie denn durch die Blockadelinien an der afrikanischen Küste gekommen, wie über die Ozeane, die von englischen Kriegsschiffen wimmeln? Ihr Wort in allen Ehren, Herr Kapitän, aber das ist unmöglich!«

Nun endlich lüftet Kapitän Sörensen den Schleier. In wenigen Worten erzählt er von seiner Fahrt, von der zweimaligen Beschießung und vom Durchbruch durch die feindlichen Schiffe. Immer größer werden die Augen des Zuhörers, immer fassungsloser das Staunen, das sich auf seinem Gesicht ausdrückt.

»Unmöglich, Herr Hafenmeister? Nein, gehen Sie ruhig an Land und erzählen Sie dort, was Sie hier gesehen und gehört haben, und dann mögen Sie gleich noch eines hinzufügen: das Wort »unmöglich« kennt der deutsche Seemann nicht!«

Meldung der Manila Weekly Times

vom 3. April 1917.