»Wer bist du?« fragte Kriston.

»Ich bin die Czinna, das Zigeunermädchen. Nehmt mich schnell in den Wagen.«

Anfangs erschrak nur Inokai, aber jetzt waren Kriston und Poroßnoki zu Tode erschrocken. Sogar der auf dem anderen Wagen befindliche Oberrichter verschmähte es nicht herabzuspringen. »Wie kommst du hierher, du Krähe?«

»Ich bin davon gelaufen!« antwortete Czinna kurz.

»Gerade das ist's, warum bist du geflohen?«

»Weil ich mich langweilte.«

»Du Hundeleber!« schrie Kriston und kratzte sich den Kopf. »Weißt du, daß man uns alle deineswegen hängt? Wirst du dich gleich zurückpacken! Was sollen wir thun? Was sollen wir thun?«

»Man muß sie zurückgeleiten,« meinte auch Poroßnoki.

Die glänzende Fläche des Mondes trat jetzt hervor und beleuchtete das schöne Mädchen. Ihr prächtiges Gewand war ganz beschmutzt, ihre Stiefel waren kothig, der Rock im Sumpfe durchnäßt, durch welchen sie watete.

»Ich will nicht zurückgehen,« murrte sie trotzig und ihre weißen Zähne leuchteten, denn sie klapperten ein wenig. Fröstelnd knöpfte sie ihren Überwurf zu.