»Wegen des Zigeunermädchens, wenn du dich ihrer erinnern kannst. Ist die Suppe vielleicht nicht genügend gesalzen? Bringe das Salzfaß herein, du Laczi!«

Laczi zitterte wie Espenlaub.

»Was fehlt denn dir? Fürchtest du dich vor meinem Sohne? Der beißt ja nicht, wenn er auch ein großer Herr ist.«

»Ich danke, ich bedarf des Salzes nicht. Also des Mädchens willen zürnte Ibrahim?«

»Er sagt, sie sei mit Euch durchgegangen und solange wir sie nicht zurückgeben, oder nicht eingestehen wo sie ist, läßt er auch mich einsperren ... Ich sagte, ich hätte seitdem nicht einmal ihren Schatten gesehen.«

»Das haben Sie nicht vernünftig gemacht –« murmelte der Oberrichter. »Und das Weitere?«

»Zum Glück kam eben zu jener Zeit der amtliche Bericht, daß man die Kleider des Mädchens am Theißufer aufgefunden und auch den Leichnam aus dem Flusse gefischt hat.«

»Ach,« unterbrach ihn der Oberrichter munter. »Ist das Mädchen gestorben?«

»Was!« schrie der Geselle und ließ die Bratenschüssel fallen, die er eben ans dem Ofen gehoben hatte, um sie auf den Tisch zu setzen.

Der Meister fuhr ihn wütend an: