»Du Lümmel! Hebe es auf, dann aber verschwinde!« Bald hiernach lachte er aber schon: »Gar manches Wunder geschieht heute, die toten Ferkel gehen auch schon durch.« (Das schön rot gebratene Tier kollerte bis unter das Bett.)

Laczi schlich krebsrot zur Thür.

»Halt!« rief der Oberrichter, winkte ihm zu und flüsterte ihm etwas ins Ohr. »Jetzt kannst du hinausgehen.«

»Willst du etwas? Ich möchte es lieber der Erzsi sagen. Dieser ist ungeschickt,« sagte er, dem Knaben nachblickend, »ich glaube nicht, daß er vom Schneiderhandwerk viel versteht. Es ist dies, mein Sohn, ein großartiges Handwerk, eine herrliche Wissenschaft. Die Korrigierung der Schöpfungen Gottes; ich korrigiere den häßlichen Leib und bringe Männlichkeit in die schiefen Schultern. Es ist dies schon etwas, mein Söhnchen.« (Der alte Schneider fuhr begeistert durch seine schütteren Flachshaare.) »Es ist schade um den Jungen, er hat ein so sanftes, liebes Gesicht, daß er ganz gut ein Mädchen sein könnte.«

»Heutigen Tages ist gar nichts unmöglich, mein lieber Vater.«

»Das ist schon richtig, aber iß doch vom Braten. Wir haben auch noch Krapfen. Ißt du den Kopf nicht gern?«

»Ich esse schon, aber Sie, mein Vater, haben ja das Ende des Ofner Ausfluges noch immer nicht erzählt.«

»Als die amtliche Verständigung anlangte, wurde Ibrahim sofort guter Laune, du kannst dir ja denken, wie ihn der Sultan bedrängte. Er sandte sofort die Beweise des Todesfalles zum Padischah, mich rief er zu sich, klopfte mir auf die Schulter, indem er sagte: ›Ich sehe, ihr seid rechtschaffene Leute,‹ (wir Lestyáks waren dies zu jeder Zeit). ›Hier ist der Befehl, deinen Sohn frei zu geben, jedoch sage es nicht, du Hund, daß du es unentgeltlich bekommen hast, denn damit würdest du mich zu Grunde richten;‹ und so gelangte ich zu dem Ferman.«

»Er hat es übereilt.«

»Wer? Ich?«