»Ich weiß es nicht,« antwortete Czinna. »Auch der Entseelte wußte es nicht. Das Ganze geschah im Geheimen. ›Eine weit liegende Stadt‹, mehr sagte er mir nicht.«

»Die Stadt müssen wir auffinden,« meinte Herr Agoston traurig.

»Wir werden sie finden,« sagte mit dumpfem Ton der Oberrichter. Dies war sein erstes Wort während des Geständnisses.

»Dies wird der Fall sein, wenn es eben der Fall sein wird,« meinte Herr Permete mit bitterem Ton, »jetzt aber sind Sie ein Mann beim Urteilsspruche, wenn Sie es zu sein vermögen.«

Es war nicht anders, als wenn Herr Permete frisches Blut in seine Adern gegossen hätte. Ihn, Max Lestyák, fordert man auf, ein Mann zu sein! Seine Augen sprühten Funken.

»Das werde ich auch sein,« sprach er rauh und zog ein mit Siegel versehenes Dekret aus der Tasche. Er stand auf und begann feierlich zu lesen: »Wir Leopold I. von Gottes Gnaden Kaiser von Österreich ....«

Seine Stimme versagte, sie wurde zum Röcheln, seine Hände zitterten, nach Luft schnappend reichte er das Dekret Herrn Agoston hin.

»Lesen Sie es vor!« Dann setzte er matt hinzu: »Ich bin ja auch nur ein Mensch!«

Wie wenn es ihm aber leid thäte, dies gesagt zu haben, rief er Pintyö zu:

»Man muß die Fenster öffnen. Mir ist nicht gut .... Die erstickende Atmosphäre!«