„Ich weiß nicht.“
„Das ist absurd. Die Straße kann doch nicht unter den Füßen verloren gehn. Wo sind Sie?“
„Ich hab’ mich gesetzt.“
„Auf dem Weg geht man doch anders als im Gras. Hart und laut. Geradeso wie ich uns auf der Landstraße gehen gehört.“
„Das waren Sie, der so lärmend ging.“
„Um so eher! Es ist doch geradezu undenkbar ... Das ist das Sonderbarste, was ich je — — Mensch, schlafen Sie nicht!“
„Ich schlafe nicht.“
„Wo sind wir eigentlich?“
Es war eine dunkle und fast sternlose Nacht; nur etwas lichtes Gestein auf der Erde und kleine, aufrechte Wacholdersträucher, winzigen reglosen Gestalten gleichend; von fern der Ruf eines Käuzchens nur drehte die unbekannte Weite in die stockende Finsternis her.
„Lachen Sie mich nicht aus“, sagte der stehende Mann, „aber mir gefällt das nicht. Wir haben überhaupt die Richtung verloren. Wir müssen auf irgendeinen Weg gelangen, wohin immer er führe; ein Weg zeigt wenigstens „vorwärts“, aber das Unwegsame schweigt. Das Unwegsame schmeckt gleichsam nach Unendlichkeit; sie ist hier um uns herum auf allen Seiten; hören Sie, das ist eine unmögliche Lage.“