Eunicites avitus Ehlers. Aus dem lithogr. Schiefer von Eichstätt.
Von besonderem Interesse sind die winzigen, isolierten Kieferchen, welche G. J. Hinde zuerst in unter- und obersilurischen Ablagerungen von Canada und Großbritannien, dann aber auch im Devon und Karbon an vielen Orten Nordamerikas und Europas entdeckte. Es sind kleine, schwärzlich gefärbte, lebhaft glänzende, aus kohlensaurem und phosphorsaurem Kalk zusammengesetzte Plättchen von höchst variabler Form (Fig. [429]), welche mit Unterkiefern von lebenden Anneliden große Ähnlichkeit besitzen und die Anwesenheit zahlreicher Gattungen von Würmern bekunden. Auch die bereits von Pander vortrefflich beschriebenen und für Fischzähne gehaltenen mikroskopisch kleinen »Conodonten« (Fig. [430]) aus dem Kambrium (Oboluston) von St. Petersburg, sowie aus dem Devon und Kohlenkalk von Rußland sind nach Zittel und Rohon Kiefer von Anneliden.
Als Exkremente von Anneliden dürfen wohl am besten die zu wirren Knäueln verschlungenen Lumbricarien (Fig. [431]) aus dem lithographischen Schiefer Bayerns gedeutet werden.
Fig. 429.
Fossile Annelidenkiefer aus paläozoischen Ablagerungen. a Lumbriconereites basalis H. 10/1. Ob.-Silur. Dundas. Canada. b Oenonites rostratus H. 15/1. Toronto. c Eunicites varians Grinell. 6/1. Toronto. d Arabellites scutellatus Hinde (16/1). Unter-Silur. Toronto.
Fig. 430.